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werkstattkultur steht als begriff über einer losen folge von ausstellungen, die mitte der 90er jahre von regine radl, stephan hampala, edda ruckenbauer-schaupp und eva mayer initiiert und seither in wechselnden konstellationen fortgeführt wurde.

der name bezieht sich auf den grenzbereich von handwerk, design und angewandter kunst, der mit ausdrücken wie kunsthandwerk oder kunstgewerbe längst nicht mehr treffend beschrieben wird. das unbehagen an diesen bezeichnungen (und den dazugehörenden veranstaltungen) war eines der motive, ausstellungen zu konzipieren, die unserer arbeit besser entsprachen. zudem waren (und sind) interessante veranstaltungen rar, und initiativen von öffentlicher seite gab es damals genauso wenig wie heute. anregendere erfahrungen im ausland haben lust gemacht, die sache selbst in die hand zu nehmen.

über die jahre hat sich manches verändert und eine unerwartete richtung genommen. geblieben ist das vergnügen, gemeinsam ein konzept zu entwickeln und seine umsetzung zu organisieren – willkommener ausgleich zu einsameren tagen in ateliers und werkstätten. geblieben ist auch die stimulierende auseinandersetzung mit der arbeit von kollegen, die wir einladen, mit uns auszustellen. und unverändert wichtig ist der direkte kontakt zwischen herstellern und benutzern, der den einen impulse (und anerkennung) für ihre arbeit gibt, während er bei den anderen die wahrnehmung von gebrauchsgegenständen verändert und die aufmerksamkeit für gestalterischen ansatz und handwerkliche umsetzung schärft.

nach wie vor ist ein interessanter ort oft unmittelbarer anlass für eine ausstellung und beeinflusst das konzept: atmosphärisch, aber auch inhaltlich, etwa durch einen thematischen bezug auf das ambiente (interieur-imagination-ironie oder des müllers neue kleider, mühlenhof entschendorf, 1995) oder auf eine bestehende ausstellung (luftschlösser & irdene schönheiten, schloss aichberg, 2006).